A - E
Abschiebung: Eine Verwerfung, bei der ein Gesteinsblock entlang der Verwerfungsebene nach unten rutscht, meist aufgrund von Dehnung.
Alpine Gebirgsbildung: Eine geotektonische Phase, die zur Entstehung der Alpen führte, beginnend im späten Mesozoikum (vor etwa 100 Millionen Jahren) und andauernd bis ins Känozoikum (bis vor etwa 5 Millionen Jahren). Diese Gebirgsbildung wurde durch die Kollision der Afrikanischen und Eurasischen Platte verursacht.
Antiklinale: Eine Aufwölbung (Auffaltung) oder Biegung, bei der die Gesteinsschichten nach oben gewölbt sind, sodass die ältesten Schichten im Kern der Struktur liegen. Antiklinalen sind typische Merkmale gefalteter Gesteinsformationen.
Anhydrit: Ein wasserfreies Calciumsulfat-Mineral, das unter ähnlichen Bedingungen wie Gips gebildet wird. Kommt Anhydrit mit Wasser in Kontakt, wandelt er sich in Gips um. Darum ist Anhydrit an der Erdoberfläche nicht zu finden.
Aufschiebung: Eine tektonische Verwerfung, bei der ein Gesteinsblock über einen anderen geschoben wird, typischerweise infolge von Kompression.
Biodiversität: Die Vielfalt der Lebewesen in einem bestimmten Gebiet, einschliesslich der Vielfalt der Arten, ihrer genetischen Unterschiede und der Vielfalt der Lebensräume.
Biotit: Das gesteinsbildende Mineral Biotit ist ein dunkles, eisen- und magnesiumhaltiges Schichtsilikat, das hauptsächlich in magmatischen und metamorphen Gesteinen vorkommt. Es zeichnet sich durch seine plättchenartige Struktur, seine dunkle Farbe und seinen glasartigen Glanz aus.
Bohnerz: Eine lagerstättenartige Anhäufung von erbsengrossen, eisenhaltigen Konkretionen, die hauptsächlich in Carbonatgesteinen vorkommt. Bei Station 21 finden sich heute noch Spuren des Bohnerzabbaus.
Bodenbildung: Der Prozess, bei dem sich aus Ausgangsgestein 8Fest- oder Lockergestein) durch Verwitterung und andere Bodenbildungsprozesse ein Boden entwickelt. Dieser Prozess umfasst die physikalische Zerkleinerung von Gestein, chemische Veränderungen und die Anreicherung organischen Materials.
Doline: Eine trichterförmige Vertiefung an der Erdoberfläche, die durch den Einsturz einer unterirdischen Höhle oder durch Auswaschungen im Karstgebirge entsteht.
Dogger: Der mittlere Zeitabschnitt des Jura, die vor etwa 174 bis 163 Millionen Jahren datiert wird. Heute als mittlerer Jura bezeichnet. Siehe auch Geologische Zeittafel GeoWeg.
Dolomit: Ein Carbonatmineral, das aus Calcium- und Magnesiumkarbonat besteht. Dolomit entsteht entweder direkt durch Ablagerung in magnesiumreichen, oft hypersalinen (sehr salzhaltigen) Umgebungen (primäre Dolomitbildung) oder häufiger durch die sekundäre Umwandlung von Kalkstein, wenn magnesiumreiche Lösungen in das Gestein eindringen und Kalzium durch Magnesium ersetzen.
Effinger-Schichten: Eine Untereinheit der Wildegg-Formation, die vor etwa 160 Millionen Jahren (im späten Jura) abgelagert wurde. Diese Schichten bestehen hauptsächlich aus Mergeln und Kalksteinen und sind nach dem Fundort Effingen benannt. Die Gesteine werden abgebaut und für die Zementherstellung verwendet.
Einzugsgebiet: Das gesamte Landgebiet, von dem das Wasser zu einem bestimmten Punkt eines Fliessgewässers oder See abfliesst.
Erosion: Der Prozess, bei dem Boden und Gestein durch Wasser, Wind, Eis oder biologische Aktivität abgetragen und transportiert werden.
F - H
Faltenjura: Der Teil des Juras, der durch Faltung entstanden ist. Diese Falten entstanden während der letzten Phase der alpinen Gebirgsbildung, als das Molassebecken gegen Norden verschoben wurde und so die Gesteinsschichten gefaltet wurden.
Feldspat: Eine Gruppe wichtiger gesteinsbildender Minerale, die in vielen magmatischen, metamorphen und sedimentären Gesteinen vorkommen. Feldspäte sind Aluminium-Silikate, die Kalium, Natrium, Calcium oder Barium enthalten und beinahe senkrechte Flächen ausbilden.
Findling: Ein grosser Gesteinsblock, der von einem Gletscher transportiert und nach dessen Rückzug abgelagert wurde, oft weit entfernt von seiner ursprünglichen Quelle und bezüglich Gesteinstyp ortsfremd.
Fluvial: Bezieht sich auf Prozesse und Ablagerungen, die mit Flüssen zusammenhängen.
Geologische Formation: Eine Einheit von Gesteinsschichten, die eine bestimmte Zusammensetzung, Struktur und Entstehungsgeschichte aufweist und in der geologischen Kartierung als eine Einheit behandelt wird. Formationen können aus verschiedenen Gesteinstypen bestehen, die unter ähnlichen geologischen Bedingungen entstanden sind.
Gips: Ein weiches, wasserhaltiges Mineral, das hauptsächlich aus Calciumsulfat besteht und häufig in evaporitischen Ablagerungen vorkommt.
Glazial: Bezieht sich auf alles, was mit Gletschern zu tun hat, einschliesslich der durch Gletscher verursachten Prozesse und Ablagerungen.
Habsburger: Ein einflussreiches europäisches Adelsgeschlecht, das seinen Ursprung in Habsurg hat und ab dem 10. Jahrhundert zu einer der bedeutendsten Dynastien Europas wurde. Die Habsburger stellten im Laufe der Geschichte mehrere Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Könige von Spanien, Österreich und Ungarn sowie zahlreiche Herzöge und Fürsten.
Habsburg-Eiszeit: Eiszeit im mittleren Pleistozän (ca. 250'000 Jahre vor heute), welche auf die grösste Eiszeit im mittleren Pleistozän, die Möhlin-Eiszeit folgte. Das Ausmass der Vereisung war geringer, der äussere Rand des Reussgletschers kam bei Habsburg zu liegen. Nachträglich wurden die Ablagerungen der Habsburg-Eiszeit nochmals glazial überprägt (Beringen-Eiszeit). Darum finden sich südlich der Habsburg vor allem Schotter der Beringen-Eiszeit.
Hauptrogenstein: Während des mittleren Jura in sehr seichtem und warmem Wasser gebildeter Kalkstein. Namensgebend sind die Ooide, welche an Rogen (Fischlaich) erinnern. Das Gestein ist relativ verwitterungsresistent und bildet in der Landschaft markante Steilstufen. Im unverwitterten Zustand gräulich, angewittert hellgelb.
Hochstammbaum: Ein Obstbaum mit einem hohen Stamm, der mindestens 1,6 Meter hoch ist, bevor sich die Krone bildet. Diese Bäume sind typisch für traditionelle Obstbaumwiesen und spielen eine wichtige Rolle in der Kulturlandschaft sowie für die Biodiversität.
Hochterrasse: Eine geologische Flussterrasse, die weit über dem heutigen Flussbett liegt und älter ist als die Niederterrassen.
Horizont (Boden): Eine spezifische Schicht im Bodenprofil, die sich durch ihre Farbe, Textur, Struktur und Zusammensetzung von den darüber- oder darunterliegenden Schichten unterscheidet. Böden bestehen typischerweise aus mehreren Horizonten, die zusammen das Bodenprofil bilden.
I - M
Isotop: Eine Variante eines chemischen Elements, die sich nur in der Anzahl der Neutronen im Atomkern unterscheidet. Isotope eines Elements haben unterschiedliche Massen, aber die gleichen chemischen Eigenschaften.
Jura-Hauptüberschiebung: Eine Zone, entlang derer sich der Faltenjura über den Tafeljura geschoben hat. Sie markiert die Grenze zwischen dem Faltenjura und dem darunterliegenden Tafeljura sowie dem Molassebecken. Die Überschiebung entstand durch die tektonischen Kräfte, die während der Alpenfaltung im späten Tertiär (vor etwa 10–5 Millionen Jahren) auf das Gebiet des Juras einwirkten.
Karstlandschaft: Eine von Lösungsverwitterung geprägte Landschaft, die durch das Einwirken von Wasser auf lösliche Gesteine wie Kalkstein oder Gips entsteht. Charakteristisch sind Merkmale wie Dolinen, Karsthöhlen, Ponore und unterirdische Wasserläufe.
Kaledonische Gebirgsbildung: Eine Gebirgsbildungsphase, die während des Paläozoikums (vor etwa 490 bis 390 Millionen Jahren) stattfand und zur Entstehung der Kaledoniden in Nordwesteuropa führte. Diese Gebirge sind heute grösstenteils abgetragen, aber ihre Überreste finden sich in den Gesteinen Schottlands, Norwegens und Schwedens.
Kies: Grobkörniges Sediment, das aus abgerundeten oder eckigen Gesteinsfragmenten mit einer Korngrösse von 2 bis 64 mm besteht.
Kluft: Eine Bruchstelle oder ein Riss im Gestein, die keine oder nur eine geringe Verschiebung aufweist.
Kohlensäureverwitterung: Eine Form der chemischen Verwitterung, bei der Kohlensäure (H₂CO₃), die sich aus Kohlendioxid (CO₂) und Wasser bildet, auf Kalkstein (CaCO₃) und andere carbonathaltige Gesteine einwirkt und zur Lösung von Calciumcarbonat führt. Allgemeiner auch als Lösungsverwitterung bezeichnet.
Konglomerat: Ein grobkörniges, klastisches Sedimentgestein, das aus abgerundeten Gesteinsfragmenten besteht, die durch eine Matrix miteinander verkittet sind.
Korngrössenfraktion: Die Einteilung von Sedimenten oder Böden nach der Korngrösse ihrer Bestandteile. Die verschiedenen Fraktionen umfassen typischerweise Ton, Silt, Sand und Kies.
Königin Agnes: Agnes von Ungarn (1281–1364), eine Tochter des ungarischen Königs Andreas III. und Ehefrau von König Albrecht I. von Habsburg. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1308 widmete sie sich religiösen Aufgaben und gründete das Kloster Königsfelden in der Schweiz, das ein bedeutendes Zentrum für die Habsburger wurde.
Lias: Die unterste erdgeschichtliche Einheit des Jura, die vor etwa 201 bis 174 Millionen Jahren datiert wird. Heute als früher Jura bezeichnet. Siehe auch Geologische Zeittafel GeoWeg.
Lithologie: Die Beschreibung der physikalischen und mineralogischen Eigenschaften eines Gesteins, insbesondere hinsichtlich seiner Zusammensetzung, Textur und Farbe.
Magma: Geschmolzenes oder teilweise geschmolzenes Gesteinsmaterial unter der Erdoberfläche, das bei Abkühlung zu magmatischem Gestein erstarrt.
Malm: Die oberste erdgeschichtliche Einheit des Jura, die vor etwa 163 bis 145 Millionen Jahren datiert wird. Heute als später Jura bezeichnet. Die Malmkalke wurden und werden immer noch gerne als Baustoff genutzt. Siehe auch Geologische Zeittafel GeoWeg.
Marin: Bezeichnet Ablagerungen, Gesteine oder Prozesse, die mit dem Meer oder einem Meeresumfeld verbunden sind.
Migmatit: Ein Gemenge aus metamorphem und magmatischem Gestein, das durch teilweise Aufschmelzung des Gesteins entstanden ist. Migmatite zeigen oft eine bandartige Struktur mit hellen und dunklen Lagen.
Miozän: Eine Epoche des Neogens, die vor etwa 23 bis 5,3 Millionen Jahren stattfand, bekannt für die Entwicklung moderner Säugetier- und Pflanzengruppen. Zeit der Molasseablagerungen. Siehe auch Geologische Zeittafel GeoWeg.
Mohssche Härte: Eine Skala, die die relative Härte von Mineralen durch ihre Fähigkeit beschreibt, andere Materialien zu ritzen. Sie reicht von 1 (Talk) bis 10 (Diamant).
Molasse: Sedimentgesteine, welche in Vorlandbecken durch die Erosion von Gebirgen entstehen, insbesondere durch den Abtrag von Gesteinen während der Alpenfaltung (im Tertiär, vor etwa 65 bis 2,6 Millionen Jahren). Durch den zweimaligen Wechsel von marinen zu terrestrischen Bedingungen unterteilt in: Untere Meeresmolasse, Untere Süsswassermolasse, Obere Meeresmolasse, Obere Süsswassermolasse.
Möhlin-Eiszeit: Eiszeit zu Beginn des mittleren Pleistozäns (ca. 350'000 jahre vor heute) mit der grössten Eisausdehnung, welche den östlichen Jura überfuhr und bis in das Gebiet von Möhlin reichte. Früher, je nach Autor, auch als Grösste Helvetische Vergletscherung (GHV), Riss- oder Mindel-Eiszeit bezeichnet.
Moräne: Unsortiertes Gesteinsmaterial, das von einem Gletscher abgelagert wurde, typischerweise an den Rändern oder am Ende eines Gletschers. Moränenmaterial ist hinsichtlich Korngrösse schlecht sortiert, die Gesteinsbruchstücke sind meist kantig und weisen Kratzspuren auf.
Muschelkalk: Einerseits eine Bezeichnung für einen Abschnitt der mittleren Trias (etwa 247 bis 237 Millionen Jahre vor heute). Andererseits auch eine Bezeichnung für vorwiegend aus Muschelschalentrümmern bestehendem Sedimentgestein, gebildet in einer flachmarinen und warmen Umgebung. Siehe auch Geologische Zeittafel GeoWeg.
Muskovit: Ein helles, kalium- und aluminiumhaltiges und gesteinsbildendes Schichtsilikat-Mineral. Auch als Hellglimmer bezeichnet. Es bildet dünne, flexible Blättchen, hat eine perlmuttartige Oberfläche und kommt in magmatischen, metamorphen und sedimentären Gesteinen vor.
N - P
Neogen: Ein Zeitraum der Erdgeschichte, der das Miozän (vor 23 bis 5,3 Millionen Jahren) und Pliozän (vor 5,3 bis 2,6 Millionen Jahren) umfasst. Siehe auch Geologische Zeittafel GeoWeg.
Niederterrasse: Eine jüngere Flussterrasse, die näher am aktuellen Flussbett liegt und niedriger als die Hochterrassen ist.
Obere Meeresmolasse: Eine geologische Formation, die während des späten Oligozäns bis frühen Miozäns (vor etwa 28 bis 16 Millionen Jahren) in einem flachen Meer abgelagert wurde. Sie besteht hauptsächlich aus Sanden und Tonen und enthält marine Fossilien.
Obere Süsswassermolasse: Eine geologische Formation, die während des Miozäns (vor etwa 16 bis 5,3 Millionen Jahren) in einem Festlandgebiet abgelagert wurde. Diese Molasse besteht aus Fluss- und Seeablagerungen, darunter Sande, Tone und Konglomerate. Im Perimeter des GeoWegs trifft man die Obere Süsswassermolasse des Jura an, welche aus Kalken besteht, die in Süsswasserumgebung gebildet wurden.
Oligozän: Eine Epoche des Paläogens, die vor etwa 34 bis 23 Millionen Jahren stattfand und durch die Entwicklung moderner Formen von Säugetieren und Vögeln gekennzeichnet ist. Siehe auch Geologische Zeittafel GeoWeg.
Paläogen: Ein geologischer Zeitraum, der das Paläozän (vor etwa 66 bis 56 Millionen Jahren), Eozän (vor etwa 56 bis 34 Millionen Jahren) und Oligozän (vor etwa 34 bis 23 Millionen Jahren) umfasst. Siehe auch Geologische Zeittafel GeoWeg.
Periglazial: Bezieht sich auf Gebiete und Prozesse, die an die Randzonen von Gletschern angrenzen, oft durch Frost- und Tauprozesse geprägt.
Phreatische Zone: Der Bereich unterhalb der Erdoberfläche, in dem alle Poren und Risse vollständig mit Wasser gefüllt sind; entspricht dem gesättigten Teil eines Aquifers.
Physikalische Verwitterung: Die mechanische Zerkleinerung von Gestein ohne chemische Veränderungen, die durch Prozesse wie Frostsprengung, Salzsprengung, Temperaturwechsel und biologische Aktivität verursacht wird.
Pleistozän: Eine Epoche des Quartärs, die vor etwa 2,6 Millionen bis 11.700 Jahren stattfand und durch wiederholte Eiszeiten geprägt ist. Siehe auch Geologische Zeittafel GeoWeg.
Ponor: Ein natürlicher Abfluss für Wasser in Karstgebieten, in dem Wasser in unterirdische Höhlen oder Spalten verschwindet.
Q - Z
Quartär: Ein geologischer Zeitraum, der das Pleistozän (vor etwa 2,6 Millionen bis 11.700 Jahren) und das Holozän (vor etwa 11.700 Jahren bis heute) umfasst. Siehe auch Geologische Zeittafel GeoWeg.
Quarz: Ein weit verbreitetes, gesteinsbildendes, Mineral, das aus Siliziumdioxid besteht und in vielen magmatischen, metamorphen und sedimentären Gesteinen vorkommt. Quarz ist bekannt für seine Härte (7) und Beständigkeit.
Ried: Ein sumpfiges, oft grasbewachsenes Feuchtgebiet, das typischerweise in Flussniederungen oder an Seeufern vorkommt. Riedflächen sind wichtige Lebensräume für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren.
Sand: Ein körniges Sediment, das aus kleinen Mineral- oder Gesteinskörnern besteht, typischerweise mit einer Korngrösse von 0,063 bis 2 mm.
Schotter: Lockere, unsortierte Ablagerungen aus Gesteinsfragmenten, die durch Wasser, Eis oder andere Transportmittel abgelagert wurden.
Silt: Ein Sediment mit einer Korngrösse zwischen Ton und Sand, typischerweise zwischen 0,002 und 0,063 mm. Es ist feiner als Sand, aber gröber als Ton.
Synklinale: Eine Absenkung oder Biegung der Erdkruste, bei der die Gesteinsschichten nach unten gewölbt sind, sodass die jüngeren Schichten im Kern der Struktur liegen. Synklinalen sind das Gegenteil von Antiklinalen.
Tafeljura: Der Teil des Juras, der durch Absenkung und Bruchtektonik entstand und im Gegensatz zum Faltenjura nicht gefaltet, sondern in flachen, tafelartigen Schichten erhalten ist.
Terrestrisch: Bezieht sich auf alles, was mit dem Land oder einem landbasierten Umfeld zu tun hat, im Gegensatz zu marinen Bedingungen.
Tertiär: Ein veralteter Begriff, der früher für den Zeitraum zwischen dem Ende der Kreidezeit (vor 66 Millionen Jahren) und dem Beginn des Quartärs (vor 2,6 Millionen Jahren) verwendet wurde. Heutzutage wird dieser Zeitraum in die Perioden Paläogen und Neogen unterteilt. Siehe auch Geologische Zeittafel GeoWeg.
Thermalwasser: Wasser mit natürlicher Wassertemperatur von über 20°C.
Ton: Fein gekörntes Sediment mit einer Korngrösse von weniger als 0,002 mm, das oft plastisch ist und in der Lage, Wasser zu speichern.
Untere Meeresmolasse: Eine geologische Formation, die während des späten Eozäns bis frühen Oligozäns (vor etwa 34 bis 28 Millionen Jahren) in einem flachen Meer abgelagert wurde. Diese Molasse besteht hauptsächlich aus Sanden, Tonen und marinen Fossilien.
Untere Süsswassermolasse: Eine geologische Formation, die während des Oligozäns (vor etwa 28 bis 16 Millionen Jahren) in einem Festlandgebiet abgelagert wurde. Diese Molasse besteht aus Fluss- und Seeablagerungen, die Sande, Tone und Konglomerate enthalten.
Vadose Zone: Der Bereich des Bodens und Untergrunds, der oberhalb des Grundwasserspiegels liegt, in dem die Porenräume grösstenteils mit Luft und teilweise mit Wasser gefüllt sind.
Variszische Gebirgsbildung: Eine Gebirgsbildungsphase, die während des späten Paläozoikums, etwa vor 350 bis 250 Millionen Jahren, stattfand und zur Entstehung des Variszischen Gebirges führte, das heute in Teilen Europas, darunter auch im Schwarzwald und den Vogesen, erhalten ist.
Verwitterung: Der Prozess des Zerfalls und der Zersetzung von Gestein und Mineralien an der Erdoberfläche. Es gibt zwei Haupttypen: Physikalische Verwitterung (mechanische Zerkleinerung ohne chemische Veränderungen) und Chemische Verwitterung (Veränderung der chemischen Zusammensetzung durch Reaktionen mit Wasser, Säuren oder Luft).
Verwerfung: Eine Bruchzone in der Erdkruste, entlang derer sich Gesteinsblöcke relativ zueinander bewegt haben. Verwerfungen können horizontal oder vertikal verlaufen.