Wandel sichtbar machen
Mit digitalen Hilfsmitteln lässt sich der Wandel auf und um den GeoWeg leicht sichtbar machen und direkt im Feld oder zu Hause am Bildschirm studieren. Nachfolgend einige Beispiele, welche Sie auf den jeweiligen Stationsseiten einsehen können:
- Die Auenlandschaft im Wandel: Veränderungen der letzten 150 Jahre sichtbar gemacht mittels einer animierten Landeskarten-Zeitreise.
- Aufgegebene Rebbaugebiete Hölzliberg und Habsburg: Mittels Schieber können Landeskartenausschnitte der Jahre 1899 und 2020 verglichen werden.
- Waldverjüngung durch Stürme: Ein Luftbildvergleich der Jahre 1998 und 2004 zeigt, wie das Sturmtief "Lothar" zur Waldverjüngung ohne menschlichen Eingriff geführt hat.
- Kiesabbaugebiete früher und heute: Luftbildvergleiche zeigen, wie die aufgegebene Kiesgrube Götschel ausgesehen hat, als dort noch Kies abgebaut wurde und wie in der Kiesgrube Birrfeld gleichzeitig Zuschüttung und Abbau stattfindet.
Interaktiver Atlas
Geologie
Mit dem interaktiven Atlas zur Geologie und Tektonik können Sie die geologischen Verhältnisse auf und um den GeoWeg erkunden. Hier einige Anregungen für die Kartensammlung "Geologische und tektonische Übersicht":
- Sie möchten wissen, welche tektonischen Einheiten der Schweiz sich im Gebiet des GeoWegs begegnen? Blenden Sie dazu die Ebene "Tektonische Einheiten" und die Legende ein.
- Sie möchten herausfinden, wo diese Einheiten Brüche aufweisen oder übereinandergeschoben worden sind? Blenden Sie die Ebene "Tektonische Störungen" ein.
- Sind Sie am Alter der anzutreffenden Festgesteine interessiert? Die Ebene "Geologische Formationen" zeigt, in welcher erdgeschichtlichen Periode die Gesteine entstanden sind. Klicken Sie auf die einzelnen Flächen, um mehr zu erfahren. Mit dieser Darstellung lässt sich zudem sehr gut erkennen, wie die vornehmlich in West-Ost-Richtung verlaufenden Formationen von der Aare durchschnitten werden, was für das Thermalwasservorkommen in Bad Schinznach nicht unwesentlich ist.
- Wenn Sie nun wissen möchten, aus welchen Gesteinsarten diese Formationen mehrheitlich bestehen, so finden Sie die Informationen in der Ebene "Gesteinsart (Lithologie)". Ein Klick auf die gewünschten Flächen öffnet eine Kurzbeschreibung.
Wenn Sie detailliertere Informationen zur Geologie wünschen, so können Sie die Kartensammlung "Geologie GeoWeg 1:25'000" verwenden. Mögliche Fragestellungen könnten sein:
- Welche Lockergesteine sind auf und um den GeoWeg anzutreffen? Welche wurden von Gletschern abgelagert? Welche von Flüssen? Mittels der gleichnamigen Ebene und durch Klicken auf die gewünschten Flächen erhalten Sie weitere Informationen.
- Wo können entlang des Weges Dolinen gesehen werden? Die Ebene "Karstformen" verrät es Ihnen.
- Finden sich diese Dolinen immer im gleichen Festgestein aus der gleichen Formation? Die Ebene "Festgestein (Formationen)" hilft Ihnen, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Durch Klicken auf die Flächen erhalten Sie zudem Informationen zur Bildungsumgebung der jeweiligen Formation.
Ökologie
Der GeoWeg Schinznach-Bad – Habsburg – Scherz führt nicht nur durch eine geologisch spannende, sondern auch ökologisch bedeutsame Landschaft. Seit der Entstehung des Weges ist das Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge in der Bevölkerung und Politik stetig gewachsen. Es wurden verschiedene Ausgleichsmassnahmen eingeführt, um dem Verlust von Lebensräumen und Artenvielfalt entgegenzuwirken. Im interaktiven Atlas zur Ökologie finden Sie unter anderem Folgendes:
- Biodiversitätsförderflächen (BFF): Seit 1993 sind diese ein fester Bestandteil der ökologischen Direktzahlungen im Rahmen der Agrarpolitik. Sehen Sie sich an, wo sich auf und um den GeoWeg z. B. extensiv genutzte Wiesen, Hecken oder Brachflächen befinden.
- Waldränder: Seit 2001 setzt der Kanton ein Programm zur Waldrandaufwertung um. Ziel ist es, monotone, scharfe Waldränder in strukturreiche Übergangszonen zu verwandeln. Mit der entsprechenden Ebene finden Sie heraus, welche Waldränder auf dem GeoWeg aufgewertet werden oder bereits aufgewertet wurden.
- Auenschutzgebiete: 2002 hat der Kanton Aargau den Auenschutzpark Aargau gegründet. Damit werden die letzten naturnahen Auenlandschaften entlang der Aare revitalisiert und geschützt. Erkunden Sie, welche Flächen im dicht genutzten Gebiet in diesen Park integriert werden konnten.
Siedlung und Geschichte
Die Landschaft entlang des GeoWegs erzählt eine vielschichtige Geschichte menschlicher Nutzung und Umgestaltung. Über Jahrhunderte hinweg haben sich Siedlungsformen, Landnutzung und Eigentumsstrukturen laufend verändert. Der interaktive Atlas zur Siedlungs- und Nutzungsgeschichte macht diesen Wandel sichtbar.
- Sehen Sie sich an, wie die Waldfläche im Vergleich zur Zeit des höchsten Bevölkerungsdrucks Mitte des 19. Jahrhunderts zugenommen hat.
- Vergleichen Sie den Übersichtsplan von Scherz 1933 mit der Parzellenstruktur der amtlichen Vermessung von 2024.
- Finden Sie heraus, welche historischen Gebäude in den Ortschaften Habsburg und Scherz noch stehen.
- Vergleichen Sie das Strassennetz von 1972 mit demjenigen von heute. Blenden Sie dazu die topografische Grundkarte ein.
- Spüren Sie noch weitere aufgegebene Rebbaugebiete auf. Nicht überall wurden diese zum Waldstandort.
Wasser
Wasser ist ein zentrales Element auf, unter und um den GeoWeg. In fester oder flüssiger Form hat es die Landschaft geformt und das Leben und die Landnutzung über Jahrhunderte geprägt. Aber auch der Mensch hat in das Gewässernetz eingegriffen. In diesem Atlasteil können Sie:
- Herausfinden, ob das Waldgebiet im Aufstieg von Bad Schinznach zur Habsburg ein bedeutender Grundwasserspeicher ist.
- Den Eingriff ins Gewässernetz mittels Überlagerung historischer Karten und Luftbilder sichtbar machen.
- Den Perimeter des Thermenschutzbereichs darstellen.
- Die Lage der Quellfassungen in Scherz und im Birrfeld einsehen.
